„Einzigartig und unverzichtbar“
Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Frauen-Notrufs
BAD SALZHAUSEN (em). Salzhausens Parksaal bot den festlichen Rahmen für den Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Frauen-Notrufs Wetterau. Über 100 Gäste konnte Vorstandsmitglied
Sie erinnerte an die Anfänge des Notrufs als Frauenberatungsstelle gegen Gewalt, an den Ausbau als Teil eines Netzwerkes gegen patriarchale Ungerechtigkeit. Gleichzeitig warf sie ein Schlaglicht frauenfreundlicher Entwicklungen: Gewerkschaftskampagnen unter dem Motto „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, gesetzliche Verbesserungen, die durch den Einsatz von Juristinnen und Politikerinnen zustande kamen, den Wandel des Frauenbildes in der Gesellschaft bis hin zu den Schulbüchern. Die BRD als beste aller Frauen-Welten? Realistisch erinnerte Stein an Ergebnisse aus einer Studie des Bundesfamilienministeriums: 42 Prozent aller Frauen berichten, schon einmal psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein, 40 Prozent aller über 16-jährigen haben schon einmal körperliche Gewalt erfahren. Insgesamt liegt das Einkommen von Frauen um 25 Prozent unter dem der Männer. Im Niedriglohnsektor gibt es weitaus mehr Arbeitnehmerinnen als Arbeitnehmer, allein erziehende Mütter sind benachteiligt, ebenso Migrantinnen. Da war es nicht verwunderlich, dass Stein ein ebenso kurzes wie überzeugendes Fazit zog: „Der Notruf hat viele Frauen auf dem Weg aus der Gewalt heraus begleiten können. Feiern? – Weitermachen!“
Die Grüße Landrat Joachim Arnolds und der Kreisgremien überbrachte die Kreisbeigeordnete Edda Weber: „Ich bin sehr froh, dass der Wetteraukreis und insbesondere der ehemalige Landrat Rolf Gnadl sich in besonderem Maß für die Frauenprojekte im Kreis eingesetzt hat.“ Dabei nannte sie auch die Stadt Nidda, die der Institution kostenlos Räume zur Verfügung stellte, lobte das produktive Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen und schloss sich mit Dankesworten an alle Frauen, die sich früher oder aktuell in der Notruf-Arbeit engagierten. Die Grüße der Wetterauer Frauenbeauftragten
„Ich habe dazu gelernt.“ Bürgermeisterin Lucia Puttrich erinnerte an die Anfangszeit der Einrichtung in Borsdorf, als sie wie viele andere der Bewegung eher skeptisch gegenüber stand. Zwischenzeitlich ist eine fast freundschaftliche Beziehung entstanden. Die Bürgermeisterin wünschte „Mut, Tatkraft sowie Hartnäckigkeit“ und hatte als Geschenk die Zusage mitgebracht, dass die Räume auch weiterhin kostenlos genutzt werden können. Von „20 Jahren Lobbyismus für Frauen und Kinder in Not“ sprach Brigitta Nell-Düvel, Kreistagsmitglied der Grünen. Die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl überbrachte auch die Grüße der SPD-Kreistagsfraktion und der Vorsitzenden Cäcilia Reichert-Dietzel. Sie sprach die Notwendigkeit an, auch die junge Frauengeneration in frauenparteiliche Arbeit wie die des Notrufes einzubeziehen. Es gab Blumen und Spenden für den Notruf. Die wahrscheinlich originellste Unterstützung übergab Dr. Ralf Streum für die Wetterauer Kreisvereinigung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Er hatte die Geldspende zum Papierflieger gefaltet – als Zeichen gegen „Finanzierungssorgen“ und für Planungssicherheit. ^
Kreisanzeiger 14.10.2008
>>Auf dem Weg aus der Gewalt heraus begleitet<<
Frauen-Notruf Wetterau feiert 20-jähriges Bestehen - >>Nicht auf Opferrollen reduzieren, sondern stärken<<
Mehr als 100 Gäste aus der Politik, aus Fraueninstitutionen und dem öffentlichen Leben feiern das 20-jährige Bestehen des Frauen-Notrufs Wetterau. Viele haben Geschenke mitgebracht, so auch Bürgermeisterin Lucia Puttrich, sie sich bei Notruf-Mitarbeiterin Ulla Seipel bedankte.
Nidda-Bad Salzhausen (ema). Salzhausens Parksaal bot einen festlichen Rahmen für die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Frauen-Notrufs Wetterau. Mehr als 100 Gäste aus der Landes- und Kommunalpolitik, aus Fraueninstitutionen und dem öffentlichen Leben konnte Vorstandsmitglied Cornelia Stein begrüßen. Sie erinnerte an die Anfänge als Frauenberatungsstelle gegen Gewalt, an den Ausbau als Teil eines Netzwerkes gegen patriarchale Ungerechtigkeit. Gleichzeitig zitierte Stein aus einer Studie des Bundesfamilienministeriums: 42 Prozent aller Frauen berichten schon einmal psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein, 40 Prozent aller über 16-Jährigen haben schon einmal körperliche Gewalt erfahren. Insgesamt liegt das Einkommen von Frauen um 25 Prozent unter dem der Männer. Im Niedriglohnsektor gibt es weitaus mehr Arbeitnehmerinnen als Arbeitnehmer, allein erziehende Mütter sind benachteiligt, ebenso Migrantinnen. Da war es nicht verwunderlich, dass Stein ein ebenso kurzes wie überzeugendes Fazit zog: „ Der Notruf hat viele Frauen auf dem Weg aus der Gewalt heraus begleiten können. Feiern? – Weitermachen!“
Die Grüße des Landrats und der Kreisgremien überbrachte Edda Weber, Mitglied des Kreisausschusses: „Ich bin sehr froh, dass der Wetteraukreis und insbesondere der ehemalige Landrat Rolf Gnadl sich in besonderem Maß für die Frauenprojekte im Kreis eingesetzt hat.“ Dabei nannte sie auch die Stadt Nidda, die der Institution kostenlos Räume zur Verfügung stellt und lobte das produktive Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen. Die Grüße der Wetterauer Frauenbeauftragten und des Fachdienstes für Chancengleichheit überbrachte Hanne Battenhausen: „Hier im Notruf werden Frauen nicht auf die Opferrolle reduziert, sondern gestärkt.“ Gleichzeitig wies sie auf die konstruktive Vernetzung mit anderen Gremien und Einrichtungen hin, zu der Notruf-Mitarbeiterin Christa Mansky engagiert beiträgt.
„Ich habe dazu gelernt“ – sehr authentisch erinnerte Bürgermeisterin Lucia Puttrich an die Anfangszeit der Einrichtung in Borsdorf, als sie selbst wie viele andere der Bewegung eher skeptisch gegenüber stand: „So was brauchen wir hier auf dem Land doch nicht.“ Inzwischen hat sie sich als zuverlässige Unterstützungspartnerin erwiesen, eine fast freundschaftliche Beziehung ist entstanden. „Wenn ich an den Notruf denke, denke ich an Ulla Seipel“, wandte sich Puttrich an die „Notruf-Veteranin“, die von Anfang an dabei war. Die Zusage der Bürgermeisterin, dass die Räume auch weiterhin kostenlos genutzt werden können, war vielleicht eines der schönsten Jubiläumsgeschenke.
Von <<20 Jahren Lobbyismus für Frauen und Kinder in Not>> sprach Brigitta Nell-Düvel, Kreistagsmitglied der Grünen. Die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl überbrachte zugleich die Grüße der SPD-Kreistagsfraktion. Sie sprach die Notwendigkeit an, auch die junge Frauengeneration in frauenparteilicher Arbeit wie die des Notrufs einzubeziehen. Noch einmal trug Hanne Battenhausen vor und verlas das Grußwort von Angela Wagner von der Koordinierungsstelle für hessische Frauennotrufe wie auch vom Bundesverband. Von <<Frauen in Vernetzung>>, dem gemeinsamen Arbeitsforum von Notruf, Frauenzentrum, Wildwasser, Frauen-Arbeit-Bildung und Frauen helfen Frauen, überbrachte Gunhild Brüning die guten Wünsche.
Es hatte Blumen und Spenden für den Notruf gegeben. Die originellste Unterstützung übergab Dr. Ralf Streum für die Wetterauer Kreisvereinigung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Er hatte die Geldspende zum Papierflieger gefaltet – als Zeichen gegen Finanzierungssorgen und Planungssicherheit.
Bei ausgedehnten Gesprächen und gastlicher Bewirtung ging man zum zweiten Teil des Festes über: Unter dem Motto <<Großmütter, Mütter, Enkelinnen – Frauenbewegung im Zeitraffer>> unternahmen die Notruf-Frauen mit Witz und Nachdenklichkeit eine Reise durch 100 Jahre Frauenbewegungsgeschichte. Renate Fleischer-Neumann und Patrizia Rausch hatten die Szenenfolge konzipiert, Hermann Wilhelmi am Flügel, ein einfühlsamer Begleiter, stelle in kurzen Kommentaren Verbindung zwischen Musik und Spiel her.
Frankfurter Rundschau
Der Frauennotruf wird immer noch gebraucht
Wetterau - Gewalt in Beziehungen hat viele Facetten/Hilfseinrichtung feiert ihr 20-jähriges Bestehen
Von
Der Frauennotruf hat sich nach anfänglicher Skepsis („Bei uns auf dem Land braucht man so was nicht“) Vertrauen und öffentliche Anerkennung erworben, Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten gut zusammen und können durch Vernetzung mit anderen Frauenprojekten effektiver helfen. Aber insgeheim hatten die Gründerinnen 1988 gehofft, dass ihr Engagement bald überflüssig würde, weil Gewalt gegen Frauen und Kinder zum gesellschaftlichen Tabu geworden sei. Ein schöner Traum! Nun ist der Frauennotruf 20 Jahre alt und nötig wie eh und je. Zwar hat die Öffentlichkeitsarbeit Früchte getragen, bei Aktionen wie den Fotoaufnahmen zu „Standpunkte gegen Gewalt“ stellen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf die Seite der Betroffenen: „Nicht das Opfer sollte sich schämen, sondern der Täter“: Aber Gewalt in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen gibt es immer noch häufig und sie findet immer neue Ausdrucksformen.
Stalking vom Telefonterror bis zu Körperverletzung, Mord, die Betäubung von Frauen mit so genannten K.o. Tropfen und anschließende Vergewaltigung, Gewalt auch in Senioren-Partnerschaften, zählt Angela Wagner von der Koordinierungsstelle für hessische Notrufe auf. Auch die Statistik des Notrufs zeigt, dass die Einrichtung nicht überflüssig ist: Allein 2007 wurden 184 Frauen beraten – in den meisten Fällen waren auch noch Kindern mitbetroffen -, teils in Einzelgesprächen, teils in einer Langzeitbegleitung mit großem Unterstützungsspektrum: telefonische Beratung, persönliche Gespräche, Krisenintervention, Begleitung bei Anzeigenerstattung, Behördengängen und Gerichtsverfahren, Unterstützung bei der Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes. Hanne Battenhausen vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises lobt: „Hier werden Frauen nicht auf die Opferrolle reduziert, sondern gestärkt.“ Zu der Arbeitsbelastung kommen noch die Finanzsorgen des Notrufs. Oft werden Mittel nur zeitgebunden vergeben. Obwohl Frauen aus dem gesamten Wetteraukreis hier Hilfe suchen, beteiligen sich nicht alle Wetterau-Kommunen an der Finanzierung. Vorbildlich ist die Stadt Nidda, die der Einrichtung seit Jahren kostenlos eine geeignete Wohnung zur Verfügung stellt. Vorstandsmitglied
Kreis-Anzeiger 01.11.2008
Die Arbeitenden werden immer ärmer
obwohl Reichtum der Gesellschaft wächst – Referent zeiht ernüchterndes Agenda-Fazit
Wetteraukreis (oh). „Bei wachsendem Reichtum der Gesellschaft werden die Arbeitenden immer ärmer“, betonte Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt. Der Lehrer an der Evangelischen Fachhochschule RWL Bochum sprach am Donnerstag, dem „Tag der Parität“, auf Einladung er Kreisgruppe Wetterau des paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hessen im Plenarsaal des Kreishauses in Friedberg. Er zog ein vernichtendes Fazit des unter der Regierung Schröder mit der Agenda 2010 eingeleitenden Umbaus des Sozialstaates und seiner Auswirkung auf die Arbeit der Träger der Freien Wohlfahrtspflege.
Insgesamt abnehmende Erwerbsarbeit bei ständig steigender Produktivität von Arbeit und in Folge dessen einem permanenten Sinken der Lohnstückkosten kennzeichnen nach Wohlfahrt einen der aktuellen Megatrends im gesellschaftlichen Wandel.
Ausgehend von Studien, wonach im internationalen Vergleich der Niedriglohnsektor in Deutschland nur gering ausgebildet gewesen sei, habe die Agenda 2010 vor allem das Ziel gehabt, diesen Niedriglohnsektor auszuweiten. „Insofern war die Agenda 2010 außerordentlich erfolgreich“, so Wohlfahrt mit hörbarem Zynismus.
Seit Jahren sinke die Kaufkraft der gezahlten Löhne; inzwischen seinen bundesweit 21 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor tätig. Dabei werde allgemein akzeptiert, dass diese Menschen trotz Erwerbsarbeit dauerhaft auf Zusatzzahlungen nach dem SGB II angewiesen seien. Plitisch begründet werde der Umbau des Sozialstaates mit der angeblichen Notwendigkeit, den „passivierenden Sozialversicherungsstaat“ mit seinem einer „Hängematte“ gleichenden Subsidaritäts-Prinzip durch ein System abzulösen, das auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen setze und entstehende Lücken im sozialen Netz durch die Quasi-Verpflichtung eines Jeden zum viel zitierten „bürgerlichen Engagement“ fülle. Flankiert werde dieser Umbau des Sozialstaats durch die Ökonomisierung der sozialen Dienste. „Quasi-Märkte“ dienten als Kontext für ein neues Dienstleistungsregime, in dem die Wohlfahrtsverbände als Anbieter sozialer Leistungen durch externe Controller im Interesse weiterer Effizienzsteigerung eng gesteuert und unter dem Eindruck des Wettbewerbs letztlich zu Dumpingpreisen gezwungen würden.
Letztlich führe dies zu einer Erosion innerhalb der Verbände, warnte Wohlfahrt. Er forderte die Träger der Freien Wohlfahrtspflege dazu auf, sich auf ihre Leitbilder zu besinnen, in denen eben nicht Ökonomie und Effizienz die zentralen Themen gewesen seine. Die paritätischen Wohlfahrtsverbände müssen ihre Handlungsfähigkeit als Spitzenverband erhalten, die Modernisierung ihrer Mitgliedsorganisationen dringend vorantreiben und sich vor allem untereinander stärker verknüpfen. Bislang, so Wohlfahrt, nutzten die Verbände ihre Marktmacht nur ungenügend und drehten selbst im Namen des Wettbewerbs an der Deregulierungsschraube, kritisierte er.
Butzbacher Zeitung
Nicht das Opfer muss sich schämen
Im Bürgerservicezentrum wurde Ausstellung „Standpunkte gegen Gewalt“ eröffnet
Butzbach (fö). Eine Frau im roten Hosenanzug, bei der nur Beine und Füße zu sehen sind, daneben das Schild mit der Aufschrift „Nicht das Opfer muss sich schämen, sondern der Täter“, „Gewalt, es gibt nichts Dümmeres“ heißt es auf dem Schild des anderen Fotos – daneben ist ein Pflasterstein und die Beine der beiden Weidigschüler Pascal und Christoph zu sehen: Unter dem Titel „Standpunkte gegen Gewalt“ ist im Bürgerservicezentrum der Stadt Butzbach im Landgrafenschloss eine außergewöhnliche Ausstellung zu sehen, die einen eindrucksvollen Aufschrei gegen Gewalt an Frauen und Kindern und gegen Gewalt im allgemeinen darstellt.
Persönlichkeiten aus Politik, des öffentlichen Lebens und der Bevölkerung aus dem gesamten Wetteraukreis haben sich mit ihren weit über 100 Fotos an der bundesweiten Mitmachaktion „Der richtige Standpunkt gegen Gewalt“ beteiligt, die im März 2007 vom Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe entwickelt und umgesetzt wurde. Die Ausstellung mit einer Auswahl der Fotos aus dem Wetteraukreis, die noch bis zum 09.Dezember zu sehen ist, wurde am Dienstag von der Frauenbeauftragten Andrea Garthe-Hildebrandt gemeinsam mit Bürgermeister Michael Merle, der Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit im Wetteraukreis, Kornelia Schäfer und Wiebke Schultheiß vom Frauenhaus Friedberg eröffnet. Es ist schon beeindruckend, wie kreativ und klar auf den einzelnen Fotos der jeweilige Standpunkt präsentiert wird. „Ich verabscheue Gewalt gegen Frauen“ meinen die Stadtschülerinnen Anna, Sina-Marie und Lissy. Vor ihrem Schild sind Biene Maja, ein Teddybär und ein rotes Plüschherz postiert. „Wer Frauen schlägt, gehört hinter Gitter“, meinen die beiden Weidigschülerinnen Anne und Jennifer und halten ein paar Boxhandschuhe in die Kamera.
Parteiübergreifend präsentieren sich die Kreispolitiker. Die SPD-Kreispolitikerin und Tochter von Ex-Landrat Rolf Gnadl, Lisa Gnadl, zeigt sich im Spagat über dem Statement „Gewaltspirale brechen – Beratung, Hilfen und Schutz finanzieren“, „Gewalt gegen Frauen ist durch nichts zu rechtfertigen“ meint die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Almut Wilser, „Gewalt fängt an, wo der Verstand aufhört“, hat sich der Erste Kreisbeigeordnete Oswin Veith auf die Fahnen geschrieben und Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel meint „Wer schlägt, hört auf zu denken“. Noch als Bürgermeister von Wölfersheim präsentiert sich Landrat Joachim Arnold mit dem Statement „Gewalt ist nicht die Lösung, sondern die Ursache des Problems“. Originell ist das Foto der Betreuerinnen der Kita Wirbelwind, Bad Vilbel: Gespreizte Hände umrahmen einen weißen Bogen Papier mit der Aufschrift „Ein Netz gegen Gewalt an Kindern“. Und so geht es weiter, neben großformatigen Fotos werden viele Bilder im Kleinformat präsentiert.
Nach der Begrüßung durch Frau Garthe-Hildebrandt sagte Kornelia Schäfer, Gewalt gegen Frauen habe viele Erscheinungsformen. Das beginne bei einer sexistischen Umgangssprache, entwürdigenden Darstellungen von Frauen, sexueller Belästigung bis hin zu Bedrohung, Stalking, körperlicher Gewalt und Vergewaltigung. Rund 90 Prozent der Frauen in Deutschland würden solche Übergriffe aus eigener Erfahrung kennen, betonte Schäfer. In 90 Prozent der Delikte seien Männer die Täter. Der weitaus größte Teil dieser Angriffe erfolge im nahen Umfeld und im häuslichen Bereich. Dies erkläre, warum man relativ wenig darüber wisse und sich die Gesellschaft so schwer damit tue, diese beschämenden Tatsachen zu verändern.
Mit Hilfe der Kampagne „Standpunkte gegen Gewalt“ sollten von Gewalt betroffene Frauen ermutigt werden, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, fuhr Schäfer fort. Die Botschaft sei: Gewalt gegen Frauen sei auch in ihrem Umfeld nicht geduldet. Dieses Signal wende sich auch gegen die Täter. Gewalt könne nur bekämpft werden, wenn Politik und Gesellschaft deutliche Grenzen setzten und gewalttätiges Verhalten eindeutig sanktionierten. Dazu solle diese Kampagne beitragen.
„Wir waren überrascht, wie gut die Kampagne im Wetteraukreis von allen Altersschichten angenommen wurde“, sagte Wiebke Schultheiß. Die Ausstellung sei bisher in Groß-Karben, Friedberg und Nidda zu gewesen. Gewalt gegen Frauen, Kinder und hilfelose Menschen mache sie betroffen, sprachlos und wütend. „Wir alle müssen hier helfen“, so Schultheiß abschließend.
Gewalt sein ein wichtiges Thema, das oft in den Hintergrund gerate, betonte Bürgermeister Merle. Wichtig sei, dass immer wieder appelliert werde, dass man sich des Themas bewusst sei. Es gebe nicht nur körperliche, sondern auch seelische Gewalt. Er hoffe, dass viele Besucher ins Bürgerservicezentrum kämen, so Merle abschließend. Die Ausstellung kann bis zum 09. Dezember während der normalen Öffnungszeiten des Bürgerservicezentrums besichtigt werden: Montag bis Mittwoch 7.30 bis 18.00 Uhr und Freitag 7.30 bis 12.00 Uhr.
Wetterauer Zeitung 26.11.2008
Arnold: Gewalt gegen Frauen muss bekämpft werden
Wetteraukreis beteiligt sich mit Fahnenaktion und Ausstellung an Internationalem Gedenktag
Wetteraukreis (pdw). >>Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter und muss entschlossen bekämpft werden<<, sagte Landrat Joachim Arnold gestern am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Der Gedenktag geht zurück auf den Tod dreier Schwestern die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Mit einer Fahnenaktion und einer Fotoausstellung beteiligt sich der Wetteraukreis am Anti-Gewalt-Tag.
2001 wurde die von >>Terre des Femmes<< entwickelte Fahnenaktion zu diesem Tag erstmals bundesweit umgesetzt. Von den Verwaltungsgebäuden der Kreisverwaltung in Friedberg und Büdingen und in vielen Kreiskommunen wurden diese Woche ebenfalls blaue Fahnen gehisst. Sie tragen die Aufschrift >>Frei leben – ohne Gewalt<< und sollen daran erinnern, dass für viele Frauen Gewalt in der Partnerschaft und sexualisierte Gewalt eine alltägliche Erfahrung ist. Bundesweite Untersuchungen zeigen, dass 40 Prozent aller Frauen ein oder mehrmals in ihrem Leben sexuelle oder körperliche Gewalt erfahren haben. So verzeichnet die Polizei im Wetteraukreis 300 Fälle von häuslicher Gewalt allein für das Jahr 2007. >>Die Dunkelziffer liegt weitaus höher<<, so Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit, >>denn betroffene Frauen versuchen oft über lange Zeit, aus Angst und Schamgefühlen ihre Situation zu verbergen.<<
Reaktion der Vertrauensperson entscheidend
Wenn Frauen über das Erlebte sprechen, dann zuerst und am häufigsten mit Freunden, mit der Familie oder Arbeitskolleginnen. Neuste Studien zeigen, dass es von großer Bedeutung ist, wie diese Personen auf die Mitteilung reagieren. Klare Stellungnahmen und eine Verurteilung der Gewalt helfen und ermutigen die Betroffenen, professionelle Hilfe zu suchen.
Frauen und Mädchen können bei sexualisierter und häuslicher Gewalt ein gut aufeinander abgestimmtes Hilfenetz im Wetteraukreis nutzen, zu denen das Frauenhaus mit angeschlossener Beratungsstelle, der Frauennotruf und Wildwasser gehören.
Die Fotoausstellung >>Standpunkte gegen Gewalt Wetterau<<, die bisher in Friedberg, Karben und Nidda zu sehen war, kann bis zum 9. Dezember im Bürgerservicezentrum in Butzbach besichtigt werden. Sie zeigt Fotos und Standpunkte von Bürgern aus dem Wetteraukreis sowie Personen aus der Politik und des öffentlichen Lebens. Mit Hilfe dieser Kampagne der Arbeitsgemeinschaft >>Keine Gewalt gegen Frauen und Kinder<< sollen auch von Gewalt betroffene Frauen ermutigt werden, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Weitere Informationen zum Thema und ein Faltblatt mit den Hilfsangeboten gibt es beim Fachdienst, Telefon 06031/83-5301.
Wetterauer Zeitung 04.12.2008
Ziel: Ächtung von familiärer Gewalt
Keine Gewalt gegen Frauen und Kinder: Einrichtungen planen Koordinierung der Hilfsangebote für Migrantinnen
Friedberg (bf) >>Wie können wir Migrantinnen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, besser erreichen und unterstützen?<<, war die zentrale Frage eines Fachgesprächs in der Stadtverwaltung. Annlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen hatte die Arbeitsgemeinschaf >>Keine Gewalt gegen Frauen und Kinder<< diese Frage im Rahmen der Veranstaltung >>Häusliche Gewalt – Hilfen für Migrantinnen << mit Vertretern von sozialen Einrichtungen, Behörden Justiz und Polizei erörtert. Die Teilnehmer diskutierten, wie die Behörden und freien Träger der Einrichtungen dafür sorgen können, dass ihr Angebot betroffene Migrantinnen besser erreicht. Das Ergebnis fasste Jutta Fenske vom Wetterauer Frauenzentrum zusammen: << Alle sollten gemeinsam über einen Pool an sensibilisierten Dolmetscherinnen verfügen, den es aufzubauen gilt. << Wo immer dies möglich sei, sollten Menschen mit Migrationshintergrund in den Institutionen angestellt werden und arbeiten.
Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit beim Wetteraukreis, und Sabine Ergün, Integrationsbeauftragte der Stadt Friedberg, führten die Teilnehmer in die Thematik ein. Grundsätzlich sei Gewalt gegen Frauen weder an Schichtzugehörigkeit, Nationalität oder Religion gebunden. Untersuchungen zeigten jedoch, dass der Anteil an Gewalterfahrungen bei Migrantinnen höher und häufiger mit körperlichen Verletzungen verbunden sei. Bei Migrantinnen fänden sich häufiger die sogenannten Risikofaktoren für Gewalterfahrung wie materielle Abhängigkeit oder ungesicherter Aufenthaltsstatus.
Die Referentin des Abends, Yildiz Koca con der <<Deutsch-Türkischen Gesundheitsstiftung<< in Gießen, erläuterte, warum es für Migrantinnen schwieriger ist, sich aus gewalttätigen Beziehungen zu lösen. In den ersten zwei Ehejahren verfügten viele der Migrantinnen noch nicht über ein eigenständiges Bleiberecht. Dies bedeute, dass sie im Falle einer Scheidung von Abschiebung bedroht seien. Viele Männer schickten ihre Frauen in die Türkei und nähmen ihnen die Pässe ab, damit sie nicht mehr nach Deutschland einreisen könnten. Häufig lebten die Kinder dann mit dem Mann in Deutschland. Die Frauen hätten, so Koca, bei einer Rückkehr keine finanzielle Absicherung und würden von Frauenhäusern häufig abgelehnt.
Schamgefühle und Angst vor Abschiebung
Schamgefühle und Angst vor sozialer Ausgrenzung aus der Familie und Gemeinschaft seien stark ausgeprägt. Deshalb sei es besonders wichtig, den betroffenen Frauen Informations- und Hilfeangebote innerhalb ihres Kulturkreises zu machen. Yildiz Koca stellte eine Telefon-Hotline vor, bei der türkisch sprechende Frauen anrufen und in ihrer Muttersprache an Institutionen in ihrer Umgebung vermittelt werden können. Der Verein veranstaltet Fortbildungen zur Problematik häuslicher Gewalt für türkische Lehrkräfte und Imame. Gerade Letztere besäßen eine hohe Autorität , um zu einer gesellschaftliche Ächtung familiärer Gewalt beizutragen, und sie hätten das Vertrauen der Frauen, für die, so Yildiz Koca, <<es einfacher ist, in die Moschee zu gehen als in eine Beratungsstelle .>>
Hemmschwelle muss gesenkt werden
Die Referentin betonte, dass für eine verbesserte Betreuung von Gewalt betroffener Migrantinnen vor allem eine Vernetzung der beteiligten Institutionen nötig sei. Dadurch könne man die Hemmschwelle für Frauen, sich bei den Einrichtungen Hilfe zu holen, herabsetzen. Diese Idee befürwortete Setzgin Yilmaz vom Deutschen Roten Kreuz, das Gesundheitslotsen für Migrantinnen ausbildet. Diese Männer und Frauen haben selbst einen Migrationshintergrund und sprechen die Muttersprache der betroffenen Personen. Die Frauenvereine Kündigten an, sich weiter politisch für eine Sicherung des Aufenthaltstatus der von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder einzusetzen. Die Arbeitsgemeinschaft werde die eingebrachten Vorschläge in Zusammenarbeit weiter verfolgen.
Frankfurter Rundschau 05.12.2008
Runder Tisch gegen häusliche Gewalt
Wetterau. Frauen und Kindern, die zu Hause von Gewalt bedroht sind, will ein Runder Tisch helfen. Die Evangelische Familienbildungsstätte, Frauen helfen Frauen, das Frauenzentrum, der Frauen-Notruf, Wildwasser, die Polizeidirektion Friedberg und der Fachbereich Jugend und Soziales des Kreises sowie der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit arbeiten mit. Häusliche Gewalt werde zu 90 Prozent von Männern an Frauen verübt, erklärt Sozialdezernent Oswin Veith (CDU) und beruft sich auf nationale und internationale Studien.
Kontaktadressen für den Runden Tisch gegen häusliche Gewalt sind Frauennotruf, Telefon 06043/4471 und der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, Telefon 06031/835301
Wetterauer Zeitung 06.12.2008
Der Gewalt Schranken setzen
Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Wetteraukreis vereinbart Ziele
Wetteraukreis (pdw) Der runde Tisch gegen häusliche Gewalt ist ein Zusammenschluss von acht Einrichtungen und Behörden, die mit Gewaltstraftagen in Wohn- und Lebensgemeinschaften befasst sind. Nun hat sich der runde Tisch eine Geschäftsordnung gegeben, einen verbildlichen Arbeitsauftrag und seinen Ziele festgesetzt. Im Zentrum steht, die Hilfen und den Schutz für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, weiterzuentwickeln und zu verbessern. Erreicht werden soll dies durch Vernetzung und
Zusammenarbeit jener Einrichtungen im Wetteraukreis, die sich mit der Thematik befassen oder mit ihren Auswirkungen konfrontiert sind. Dies sind Evangelische Familien-Bildungstätte , Frauen helfen Frauen, Frauenzentrum, Frauen-Notruf, Wildwasser, die Polizeidirektion und von Seiten der Kreisverwaltung der Fachbereich Jugend und Soziales und der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit.
Häusliche Gewalt ist ein inzwischen etablierter Begriff und beschreibt Gewaltstraftaten in Wohn- und Lebensgemeinschaften. Verübt wird sie zu über 90 Prozent von Männern a Frauen, das belegen nationale und internationale Untersuchungen. Häusliche Gewalt wurde lange Zeit bagatellisiert und tabuisiert. Daher stand den Opfern auch kein besondere Schutz u zur Verfügung, bis vor knapp sieben Jahren das Gewaltschutzgesetz in Kraft tat.
Weil lange Zeit die gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern unterschätzt wurden, erarbeite der Runde Tisch Standart die die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Betroffenen Kinder regelt und vereinfacht. Kindertageseinrichtungen und Schulen sind meist die ersten Stellen, die mit den Auswirkungen der Gewalterfahrungen von Kindern konfrontiert sind. Sie sollen durch ein abgestimmtes Vorgehen mehr Handlungssicherheit erhalten.
Um tragfähige Ergebnisse zu erzielen, sei es wichtig, möglichst viele Institutionen und Verbände, die mittelbar und unmittelbar zum Thema arbeiten, einzubeziehen, betont Landrat Joachim Arnold. Näheres weiß der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, Tel. 06031-5301.
Kreis Anzeiger Donnerstag,
Kräfte zum Schutz von Frauen und Kindern bündeln
„Runder Tisch gegen häusliche Gewalt“ im Wetteraukreis vereinbart gemeinsame Ziele
Wetteraukreis (pd). Der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt“ ist ein Zusammenschluss von acht Einrichtungen und Behörden, die mit dieser Thematik befasst sind: Gewaltstraftaten in Wohn- und Lebensgemeinschaften. Nun hat sich der Runde Tisch eine Geschäftsordnung gegeben. Mit Blick auf den Schutz von Frauen und Kindern definiert sie Ziele und wichtige Grundlagen für die gemeinsame Zusammenarbeit.
Mit der Geschäftsordnung gibt sich der Runde Tisch einen verbindlichen Arbeitsauftrag und steckt die gemeinsamen Ziele fest. Im Zentrum seiner Arbeit steht es, die Hilfen und den Schutz für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, weiter zu entwickeln und zu verbessern. Erreicht werden soll dies vor allem durch Vernetzung, Kooperation und eine abgestimmte Arbeitsweise jener Einrichtungen und Institutionen im Wetteraukreis, die sich mit der Thematik befassen oder mit ihren Auswirkungen konfrontiert sind. Im einzelnen sind dies: Evangelische Familien-Bildungsstätte, Frauen helfen Frauen, Frauenzentrum, Frauen-Notruf, Wildwasser, die Polizeidirektion und von Seiten der Kreisverwaltung der Fachbereich Jugend und Soziales und der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit.
„Der Runde Tisch leistet wichtige Arbeit und ich begrüße es sehr, dass die daran beteiligten Institutionen sich verbindlich zu einer gemeinsamen strukturierten Arbeitsweise selbst verpflichtet haben“, sagt Sozialdezernent Oswin Veith.
Häusliche Gewalt ist ein inzwischen etablierter Begriff und beschreibt Gewaltstraftaten in Wohn- und Lebensgemeinschaften. Verübt wird sie zu über 90 Prozent von Männern an Frauen, das belegen nationale und internationale Untersuchungen. Häusliche Gewalt wurde lange Zeit bagatellisiert und tabuisiert und den Opfern stand deshalb auch kein besonderer Schutz zur Verfügung. Das vor knapp sieben Jahren in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz bedeutet so einen echten Erfolg für die Bekämpfung von Gewalt im häuslichen Bereich. Ihre Opfer benötigen ein vielfaches an Unterstützung und vernetzten Angeboten.
Weil vor allem die gravierenden Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern lange Zeit unterschätzt wurden, erarbeitet der Runde Tisch Standards, die die Zusammenarbeit im Hinblick auf die betroffenen Kinder regelt und vereinfacht. Kindertageseinrichtungen und Schulen sind meist die ersten Stellen, die mit den Auswirkungen der Gewalterfahrungen von Kindern konfrontiert sind. Sie sollen durch ein abgestimmtes Vorgehen mehr Handlungssicherheit erhalten, denn Erzieherinnen und Lehrkräfte sind sich oft unsicher, wie sie bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung handeln können, und wer für welche Hilfe zuständig ist.
Landrat Joachim Arnold hebt das im Kreis gut aufeinander abgestimmte Hilfeangebot für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind hervor und ergänzt: „Ausbau und Erweiterung der Vernetzung, sowie mehr Transparenz halte ich jedoch für sehr wichtig, um frühzeitig betroffenen Frauen und Kinder zu unterstützen und besser zu erreichen.“ So ist es angestrebt, die Zusammenarbeit der Beteiligten zu verbessern und Rahmenbedingungen zu schaffen, die nicht nur umfassenden und effektiven Schutz gewährleisten, sondern auch ausreichende Unterstützung von Frauen und ihren Kindern. Um wirksame und tragfähige Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, möglichst viele Institutionen und Verbände, die mittelbar oder unmittelbar zum Thema arbeiten, einzubeziehen. Der Runde Tisch begrüßt es, wenn weitere Institutionen und Einzelpersonen mitarbeiten wollen, die dabei einen gleichberechtigten Status haben.
Kontaktadressen für den Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt im Wetteraukreis: Frauen-Notruf, Telefon: 06043-4471, Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, Telefon: 06031/83-5301